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Neue Studie zeigt: Kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland fehlt es an Innovationsfähigkeit

Berlin, 2. September 2008: Innovative Ideen und Produkte sind wichtige Voraussetzungen für den Unternehmenserfolg, dessen ist man sich in den Führungsetagen deutscher Unternehmen bewusst. Doch wie die jetzt vorliegende Studie »Innovationsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen in Deutschland« zeigt, mangelt es an entsprechender Umsetzung. Den Unternehmen fehlt es an Strategien, Innovationspotenziale im Unternehmen zu erkennen und zielgerichtet umzusetzen.

Die Gründe: Viele KMU werden intuitiv geführt. Gibt es in den untersuchten KMU konkret definierte Visionen und Ziele, so ist oft fraglich, auf welchen Grundlagen diese Definitionen getroffen wurden. Selbst an sich zugängliche Daten aus dem Bereich des eigenen Unternehmens werden nicht oder nicht vollständig in Betracht gezogen, zeigt die Studie, die das Informationszentrum Benchmarking (IZB) zusammen mit dem VDI, dem Verein Deutscher Ingenieure e.V. und dem Ingenieur- und Beratungsbüro K+K Wissenstransfer e.K. im Rahmen der Initiative der Bundesregierung »Sachen machen« herausgegeben hat. Darüber hinaus sind Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nicht ausreichend motiviert und Freiräume für selbständiges Handeln werden selten bereitgestellt. Kreativität und Wissen der Belegschaft, das so genannte intellektuelle Kapital, werden nicht ausreichend genutzt. Auch werden wichtige Innovationsimpulse durch technologische, wirtschaftliche und politische Veränderungen im Unternehmensumfeld von KMU oft zu spät wahrgenommen, so weitere Ergebnisse der Studie.

Um das noch ungenutzte Innovationspotenzial in Deutschland besser auszuschöpfen, müssen laut Studie KMU ihre Analyse- und Informationsbeschaffungsmethoden für die betriebliche Strategieerarbeitung systematisieren und verbessern. Auch empfehlen die Herausgeber der Studie, spezifische Stärken zu entdecken und das Innovationspotenzial transparent zu machen, um das intellektuelle Kapital von KMU im Hinblick auf deren Innovationsfähigkeit zu stärken.

Befragt wurden im Rahmen der Studie 117 Unternehmen. Knapp die Hälfte der Unternehmen ist im Automobil- und Maschinenbau tätig, 22% der Befragten kommen aus dem Dienstleistungssektor. Der größte Anteil der Befragten stammt aus dem Süden und Westen Deutschlands und beschäftigt zu mehr als 50% über 250 Mitarbeiter in ihren jeweiligen Unternehmen.

Die Studie ist im Juli 2008 unter dem Titel »Benchmarking-Studie – Messung und Bewertung der Innovationsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen in Deutschland« beim Fraunhofer IRB-Verlag erschienen. Weitere Informationen zur Studie finden Sie auf den Seiten des Informationszentrums Benchmarking am Fraunhofer IPK: www.benchmarking.fraunhofer.de.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Dr.-Ing. Holger Kohl
Business Excellence Methods
Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK
Tel. +49 (0) 30 / 3 90 06-1 68
E-Mail: holger.kohl@ipk.fraunhofer.de